Neu gegründeter Arbeitsschwerpunkt „Gute wissenschaftliche Praxis“ startet mit Leitfäden zum Zitieren und zur Schummel-Entdeckung

Einen Leitfaden zum Sinn des Zitierens (für Studierende) und einen Leitfaden zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis bei Distanzprüfungen (für Lehrende) veröffentlichte vor wenigen Tagen der von Kollegen Markus Haslinger und mir neu gegründete Arbeitsschwerpunkt „Gute wissenschaftliche Praxis“ an der TU Wien. […]

9-Punkte-Programm zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis – nicht nur in Zeiten der coronabedingten Distanzlehre

Je mehr an den Universitäten mittels Software auf Distanz unterrichtet und geprüft wird, desto intensiver müssen wir Lehrende auch Software einsetzen, die uns dabei unterstützt, Schummelversuche zu entdecken, das heißt die gute wissenschaftliche Praxis zu sichern. (Und das gilt eigentlich auch schon für die Schulen, in wichtiger Ergänzung zum erst diese Woche vorgestellten österreichischen 8-Punkte-Masterplan für digitale Bildung.) […]

Wie konnte Staatssekretärin Ulrike Lunacek auf den Promotionsbetrüger und Urkundenfälscher Axel Spörl hereinfallen?

Nun ist es also amtlich: Axel Spörl hat seine Promotionsurkunde gefälscht und alle – auch mir im persönlichen Gespräch berichteten – Fakten zu seiner Dissertation frei erfunden. Man muss sich das einmal vorstellen: Ein Mann in einer Spitzenposition im österreichischen Kulturbetrieb, mit mehr als 200 MitarbeiterInnen ‚unter‘ sich und einer Jahresgage von rund 200.000,– Euro (das verdient auch der bisherige Chef von „Art for Art“), der diese Zeilen zu seiner Dissertation einfach so frei erfindet:

„Im Kern betrachtet die Arbeit Regeln der Harmonielehre (Gestaltung von Mehrstimmigkeit) und Kompositionstechnik (Entwicklung von Phrasen und Melodien) aus mathematischer und physikalischer Sicht. […]

„Art for Art“ oder doch „Art of Upgrading“: Was die Causa Spörl über die Besetzungspolitik in Staatsbetrieben aussagen könnte

Axel Spörl ist also zurückgetreten. Das Problem jener Seilschaft, die ihn in Zeiten einer durch das Coronavirus dahin darbenden Kunst- und Kulturszene in den 200.000-Euro-Posten gehievt hat, ist damit noch nicht einmal im Ansatz gelöst.

Wenn es jetzt von der Bundestheater Holding via APA heißt, niemand habe vor der Bestellung von den Verdachtsmomenten gewusst und alle Unterlagen seien durch einen externen Personalberater genau geprüft worden, muss man doch einiges zurechtrücken:

1) Diese Sachverhaltsdarstellung wegen Verdachts des Verstoßes gegen § 116 UG durch Herrn Spörl habe ich am 30.12.2019 der Bezirksverwaltungsbehörde, in diesem Fall dem Magistrat Wien und namentlich Bürgermeister Dr. […]

Gesellschafts- und Medientheorie für das Corona-Zeitalter

Fragile Ordnung, trügerische Sicherheit, Umwertung aller Werte

Nun erlebt es also auch meine Generation: Die Sicherheit war trügerisch. Unsere Welt ist fragil. Wir sind verwundbar. Eine unbezwingbare Krankheit und der Tod rücken in den Mittelpunkt.

Wir Menschen sind erstaunlich flexibel. Wir tolerieren eine Nietzschesche Umwertung aller Werte gleichsam von heute auf morgen. […]

Beispiel für Message Control? Die „150 Fake News zu Corona“ sind wohl Fake News

Update: Mein Blogbeitrag wurde am 31.03.2020 publiziert. Am 01.04.2020 erhielt ich vom Bundeskanzleramt dieses PDF mit 98 User-Kommentaren auf BKA-Kanälen, wobei einige dieser Kommentare zu zweifelhaften Nachrichten verlinken. Das Dokument wurde zuletzt am 01.04.2020 um 00:17 von einem „Raimund“ geändert. […]